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Forschertage in der Schurhammerschule

Seit dem Schuljahr 2015/16 werden in der Schurhammerschule Glottertal in regelmäßigen Abständen Forschertage durchgeführt. Die Lehrer bereiten je ein Thema vor und führen dann mit den Schülerinnen der 1. und 2. Klassen oder der 3. und 4. Klassen an 3 Vormittagen durch. "Experimente" sind laut dem neuen Bildungsplan Baden-Württemberg wichtiger Bestandteil des Faches HuS:

Mensch, Natur und Kultur - Natur macht neugierig

 

Neuer Bildungsplan


Sage es mir, und ich werde es vergessen.
Zeige es mir und ich werde mich daran erinnern.
Beteilige mich, und ich werde es verstehen!


Der Unterricht im Fächerverbund zielt auf die forschende Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit ihrer Lebenswirklichkeit. Daher wird der Unterricht zunehmend anwendungs- und problemorientiert, explorativ, aktiv entdeckend und kreativ, themen- und projektorientiert gestaltet, denn es ist schon lange kein Geheimnis, dass Kinder das am besten behalten, was sie selbst ausprobieren können.
Mami, Papi, was ist, was macht, was heißt ...? Kinder fragen, wollen wissen, erforschen, experimentieren. Oft sind Eltern mit diesen Fragen überfordert. Aber gerade die frühkindliche Phase prägt entscheidend für das weitere Leben, und wenn in diesen Jahren keine Antworten auf Fragen nach naturwissenschaftlichen oder technischen Phänomenen kommen beziehungsweise Anregungen ausbleiben, kann sich das in der späteren Schullaufbahn negativ auswirken.
Das Interesse am Entdecken und Experimentieren ist bei den Kindern ja vorhanden und deshalb sind die Neugierde der Schülerinnen und Schüler auf Naturphänomene und technische Zusammenhänge und die Freude am künstlerischen Gestalten dabei Ausgangspunkte des Unterrichtens.
Die Auseinandersetzung mit Natur und Kultur in der Schule regt die Kinder zu gedanklicher Durchdringung, zu unterschiedlichen Darstellungsweisen und zu eigenen kreativen Prozessen an und führt so zu einer grundlegenden Bildung. Zudem wird durch die Verbindung schulischen Lernens mit dem eigenen Handeln das Lernen persönlich bedeutsam und damit auch nachhaltig.

Im neuen Bildungsplan sind sowohl für die Klassen 1 und 2, als auch für die Klassen 3 und 4 verbindlich Experimente vorgegeben. Die nachfolgende Auflistung zeigt, wozu sich ein Experiment im Unterricht in hervorragenden Weise eignet und welche Fähigkeiten dadurch gefördert werden können:

  • Selbsttätigkeit
  • Selbstständigkeit
  • Strategiebildung
  • Teamarbeit
  • handelnde Durchdringung eines Sachverhalts
  • Anschauung
  • Grundlegung elementarer Methoden (z.B.: Anlegen von Tabellen)
  • Hypothesenbildung und kritische Auseinandersetzung damit
  • Anbahnung von Präsentationen von Prozessergebnissen
  • Förderung von Sprach- und Lesekompetenz

 
Ob sie später mal Chemiker oder Ingenieur werden wollen? Die Mädchen und Jungen denken darüber noch nicht nach. Aber sie trauen sich entsprechende Berufe durchaus zu. Sie haben in der Grundschule genügend positive Erfahrungen gemacht und genug "Vorratswissen" erworben, dass ihnen der stärker theorieorientierte naturwissenschaftliche Unterricht der weiterführenden Schule die Wissbegier nicht austreiben kann. Vor allem die Mädchen profitieren von dem handlungsintensiven erforschenden Unterricht, weil sie entdecken, dass sie genauso gut wissenschaftlich denken können wie die Jungen (vgl. Sonderveröffentlichung MerkurPlus, S. 34, Nr. 5  2005).