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Archiv»2007/2008»Amtseinführung Breisacher

Offizielle Amtseinführung des neuen Schulleiters Herrn Klaus Breisacher am 21.11.2007

Schulrat Vossler
Gemeinderäte
Gratulation der Eltern

Badische Zeitung vom Freitag, 23. November 2007

Bild: Andrea Steinhart

Feier für den Rektor Klaus Breisacher Abo
Gemeinde Glottertal, die örtlichen Vereine und die Eltern sind froh, dass der neue Schulleiter sich nach zwei Monaten eingelebt hat

Von unserer Mitarbeiterin Andrea Steinhart

 

Frau Binder überbringt den Gruß des Kollegiums

GUNDELFINGEN. Seit Schuljahrsbeginn versieht er bereits am neuen Ort seinen Dienst in der Grund- und Hauptschule in Glottertal: Klaus Breisacher (53). Er hat dort die Nachfolge  Einsetzungsfeier des neuen Rektors hatten für Mittwochabend das Schulamt, die Schurhammerschule und die Gemeinde Glottertal eingeladen.

Die ständige Herausforderung, gesellschaftliche Umbrüche zu meistern, wird eine Zukunftsaufgabe sein, so Klaus Breisacher in seiner Antrittsrede. "In vielen Punkten ist die Schurhammerschule dafür auf dem richtigen Weg, doch zur Perfektion ist noch viel Arbeit nötig — packen wir es gemeinsam an" , gab er die Marschrichtung für die nächsten Jahre an. Maßstab dafür ist dem neuen Rektor die Bertelsmann-Studie, wie er den zahlreich gekommenen Festgästen versicherte.

"Unsere Hauptschule kann sich nur halten, wenn wir in der Bevölkerung höchste Akzeptanz genießen." Sicherlich könne man, nach den Worten Breisacher, stolz sein, was den Kindern in der Schurhammerschule vermittelt werde, doch werden den Jugendlichen auch die äußerst wichtigen Sozial- und Schlüsselkompetenzen, zum Beispiel Sorgfalt, Durchhaltevermögen, Selbstbewusstsein , beigebracht? Könnte das Angebot für die Schüler nicht vielfältiger sein? Und werden alle Betroffenen in die Leitungsentscheidungen miteinbezogen? Viele Sitzungen seien noch nötig, so Breisacher, um die neuen Schulentwicklungsprozesse zu erfassen und zu bewerten. "Doch wir haben hier die prächtigsten Voraussetzungen dafür: Die Gemeinde steht hinter uns, die Eltern sind engagiert und die Schüler motiviert."

Viel zu rasant schreitet für den Schulamtsdirektor Günter Herz von der Schulverwaltung die Diskussion um die Hauptschule voran. Dadurch entstünden Ängste bei politischen Verantwortlichen, Eltern und Lehrern. "Doch wir brauchen die Hauptschule und deshalb stehen wir hinter dem dreigliedrigen Schulsystem" , betonte Herz. Einige Kinder beanspruchten eben einen praktisch orientierten Unterricht oder kleinere Klassengrößen, verdeutlichte Schulrat Manfred Vossler. "Doch diese Kinder überholen dann manchmal links." Daher sei für ihn die Hauptschule eine leistungsfähige Schulart. Allerdings brauche solch eine Einrichtung, gerade im Prozess der Selbstevaluierung, eine gute Leitung, da die Schule sonst "vehement leidet" , erklärte Herz. Schulleitung sei heute eben auch eine Gestaltungsaufgabe, bei der ständig das Angebot überprüft werden müsse, welches die Jugendlichen auf das kommende Arbeitsleben vorbereite.

Um diese Ziele zu erreichen, bedürfe es mehr, als Kindern Wissen einzubläuen — sie bräuchten Bildung, Kreativität und Grenzen. "Die erfolgreiche Arbeit einer Schule misst sich nicht nur an der Übergangsquote an weiterführende Schulen" , ist sich der Schulamtsdirektor sicher. Eine weitere zentrale Aufgabe für den neuen Rektor wird es sein, mit der Gemeinde, den Vereinen, Eltern und den Kollegen eng zum Wohle der Kinder zusammenzuarbeiten. "Das dürfte nicht schwer sein: Glottertal ist eine überaus schulfreund liche Gemeinde" , sagte Herz.

Jehle: Räume bieten beste Voraussetzungen

Dass der Hauptschule hier ein besonderes Augenmerk zukomme, betonte auch der Glottertäler Bürgermeister Eugen Jehle. Durch die räumliche Optimierung und umfassende Sanierung vor einigen Jahren biete die Hauptschule die besten Voraussetzungen, um gute Arbeit leisten zu können. "Uns war immer wichtig, dass die Schule das bekommt, was sie braucht."

Obendrein versicherte Jehle dem neuen Rektor die uneingeschränkte Zusammenarbeit vonseiten der Gemeinde. Einen regen Austausch, der zu einem guten Miteinander führe, wünscht sich die ebenfalls neue Elternbeiratsvorsitzende Eva Maier. "Lassen Sie uns dort, wo es sinnvoll ist, eng zusammenarbeiten — uns und vor allem unseren Kindern und Jugendlichen zuliebe" , forderte zusätzlich Bernhard Würzburger im Namen der Glottertäler Vereine, die versprechen, der Schule als kompetente, engagierte und verlässliche Partner zur Seite zu stehen. Durch ein positives Umfeld und eine breit getragene Unterstützung durch die Öffentlichkeit, betonte Würzburger, würde die Arbeit im Verein wie in der Schule wesentlich erleichtert.

Begrüßt wurde Breisacher auch vom Lehrerkollegium und von den Rektoren und Schulleitern der Nachbargemeinden. Musikalisch verschönert wurde der Festakt vom Eltern-Lehrer-Schülerchor der Glottertäler Schurhammerschule.